{"id":1,"date":"2021-02-17T14:21:43","date_gmt":"2021-02-17T14:21:43","guid":{"rendered":"https:\/\/casa-comun-2022.de\/?p=1"},"modified":"2021-04-22T12:21:17","modified_gmt":"2021-04-22T11:21:17","slug":"hello-world","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/casa-comun-2022.de\/gb\/hello-world\/","title":{"rendered":"Ecumenical networking initiative Casa Comun 2022"},"content":{"rendered":"\n<p><br><strong>Wendezeit &#8211; Die Zeichen der Zeit erkennen<\/strong><br>April 2021<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li><strong>Die au\u00dferordentliche Krisensituation der menschlichen Zivilisation heute<\/strong><br>Wenn es stimmt, was Wissenschaftler immer deutlicher sagen, gehen wir in den n\u00e4chsten Jahrzehnten auf eine der schwersten Krisen der Menschheit zu. Das erste und gef\u00e4hrlichste Symptom dieser Krisenentwicklung ist der drohende \u00f6kologische Kollaps: Schl\u00fcsselfaktum ist hier der \u00d6kologische Fu\u00dfabdruck, der die \u00f6kologische Belas\u0002tungsgrenze unserer Erde misst. Sie wird heute weltweit nahezu um das Zweifache, in Deutschland um das Drei bis Vierfache \u00fcberschritten. Damit wird das \u00d6kosystem in der Art \u00fcberlastet und destabilisier, dass wir unsere eigenen Lebensgrundlagen zerst\u00f6ren und unse\u0002ren Kindern die Zukunft rauben. Die Klimaerw\u00e4rmung, das Artensterben, der Verlust an unwiederbringlichen Ressourcen und die Verm\u00fcllung der ganzen Erde sind die gravierendsten Einschnitte.<br>Das zweite Symptom ist die extrem ungleiche Anteilhabe an der wirtschaftlichen Wert\u0002sch\u00f6pfung: Etwa ein Zehntel der Menschheit verf\u00fcgt \u00fcber 90% des Gesamtverm\u00f6gens, der Rest der Welt \u00fcber keine 10%. Dies mit wachsender Scherenentwicklung. So ist das Verm\u00f6\u0002gen der Milliard\u00e4re 2018 um 12% gestiegen, das Verm\u00f6gen der unteren H\u00e4lfte der Weltbe\u0002v\u00f6lkerung ist um 11% gesunken. Die Geh\u00e4lter der Supereichen von einigen Hunderttausend oder Millionen Dollar im Jahr werden niemals durch eigene Leistung, sondern durch andere Menschen erarbeitet. Martin Luther nannte dergleichen \u201eWucher und Diebstahl\u201c.<br>Ein drittes Symptom ist die fortdauernde imperiale Wirtschafts- und Lebensweise der rei\u0002chen Industriel\u00e4nder. Ihr, ach unser! Wohlstand ist zum gr\u00f6\u00dferen Teil nicht durch ihre eigene Leistung erarbeitet, sondern durch die Auspl\u00fcnderung der Natur und durch die Ausbeutung anderer Volker \u2013 dies vor allem durch die Welthandelsbedingungen der Industriel\u00e4nder und die \u00dcbermacht der transnationalen Konzerne. Der ehemalige UN-Generalsekret\u00e4r Kofi Annan stellte in seinem Afrikabericht 2013 fest: \u201eDie abflie\u00dfenden Gewinne internationaler Konzerne in Afrika sind doppelt so hoch, wie Afrika aus Entwicklungshilfe bekommt.\u201c<br>Namhafte Philosophen, Zeitgeschichtler, Wissenschaftler und Theologen unserer Zeit wie Richard David Precht, Juval Harari, Harald Lesch, Harald Welzer, Hans Joachim Schellnhuber, Leonardo Boff u.a. sind sich einig: Wenn sich die \u00f6kologischen, \u00f6konomischen und sozialen Krisenentwicklungen weiter zuspitzen und sich mit weiteren Hungerkatastrophen, Massen\u0002migrationen, weiterem Bev\u00f6lkerungswachstum, Pandemien und Kriegen gegenseitig verst\u00e4r\u0002ken, wird es in naher Zeit zu apokalyptischen Zusammenbr\u00fcchen der menschlichen Zivilisa\u0002tion kommen. Der Philosoph Richard David Precht stellt fest: Der \u201eKapitalismus\u201c, der immer \u201ewachsen muss\u201c, \u201ewird wohl in diesem Jahrhundert die Erde weitgehend unbewohnbar ma\u0002chen.\u201c1<br>Offensichtlich stehen wir heute an einer Schwellensituation: entweder es kommt zu einer tiefgreifenden \u00c4nderung unserer Wirtschafts- und Lebensweise, oder es kommt zu diesen Zu\u0002sammenbr\u00fcchen. C.Fr. von Weizs\u00e4cker deutete schon 1986 in seiner Schrift \u201eDie Zeit dr\u00e4ngt\u201c das m\u00f6gliche apo\u0002kalyptische Geschehen unserer Zeit mit diesen Worten: \u201eJetzt, da die neuzeitliche Zivilisa\u0002tion\u2026 die Natur, von der sie lebt, selbst zu zerst\u00f6rt, treten die \u00fcberlieferten Bilder vom Gericht zum ersten Mal aus der kosmischen Gleichnisrede in den Gesichtskreis unseres konkreten Handelns. Jetzt sind sie mit unserem Handeln nicht nur moralisch und jenseitig, sondern dies\u0002seitig-kausal verbunden. Wir k\u00f6nnen das Gericht \u00fcber uns selbst herbeif\u00fchren. K\u00f6nnte auch das Himmelreich in unsere Geschichte eintreten, wenn wir nur bereit w\u00e4ren, es zuzulas\u0002sen?\u201c<br>In dieser Situation sind die Kirchen durch zwei Fragen herausgefordert:<br>1. Kann es von Gott her in dieser Krisenzeit (\u201eEndzeit\u201c) eine \u201eWendezeit\u201c zu einem Neuen geben?<br>2. Was w\u00e4ren dann die Aufgaben der Kirchen, Christen und Religionen?<br><\/li><li><strong>Bisherige Voten der Kirchen<\/strong><br>Die Kirchen haben seit 1983 (Vancouver) im Konziliaren Prozess eindeutige Optionen f\u00fcr eine gewaltfreie Friedenssicherung, f\u00fcr eine weltweite soziale Gerechtigkeit und f\u00fcr eine unbe\u0002dingte Bewahrung der Sch\u00f6pfung formuliert. Seit Anfang dieses Jahrhunderts haben die gro\u0002\u00dfen Weltverb\u00e4nde der Kirchen in bedeutenden Verlautbarungen die Fehlentwicklungen un\u0002serer Wirtschafts- und Lebensweise angeklagt und zur biblisch gebotenen Umkehr gerufen &#8211;<br>angefangen in der Erkl\u00e4rung des Lutherischen Weltbundes 2003, \u00fcber das Accra-Bekenntnis des Reformierten Weltbundes 2004, in der Sao Paulo-Erkl\u00e4rung 2012, den Beschl\u00fcssen der Vollversammlung des \u00d6RK 2013 in Busan, der Erkl\u00e4rung des Exekutivausschusses 2018 bis hin zu der Wuppertaler Erkl\u00e4rung 2019. Papst Franziskus hat in seinen Lehrschreiben deutlich ge\u0002macht, dass dieses Wirtschaftssystem \u201et\u00f6tet\u201c und zu einem radikalen Wandel aufgerufen.<br>In der Kritik der vorherrschenden Wirtschaftsweise und in der Richtungsansage einer lebens\u0002dienlichen Wirtschaft sind die Aussagen relativ klar. Am weitgehendsten sind die Aussagen der geplanten \u201eZach\u00e4us-Kampagne\u201c, die von den reichen Industrienationen durch eine neue internationale Wirtschafts- und Finanzarchitektur eine Art Wiedergutmachung und Entsch\u00e4\u0002digung f\u00fcr deren Ausbeutungspraktiken gegen\u00fcber den Entwicklungsl\u00e4ndern fordern.<br>Auff\u00e4llig ist allerdings, dass die Frage nach den systemischen Ursachen und in diesem Zusam\u0002menhang die Kapitalismusfrage zu wenig gekl\u00e4rt wird. In machen Verlautbarungen werden diese Fragen regelrecht umgangen. Wir meinen, dass ohne diese Kl\u00e4rung unsere zivilisatori\u0002sche Fehlentwicklung nicht \u00fcberwunden werden kann.<br>Wir unterst\u00fctzen den Aufruf der \u00d6kumenische Vernetzungsinitiative, zur Vollversammlung des \u00d6RK einen Ort der Begegnung (Casa Com\u00fan) zu schaffen, in dem die Kr\u00e4fte einer prophe\u0002tischen \u00d6kumene ihre Optionen einbringen k\u00f6nnen.<br><\/li><li><strong>Das kapitalistische Wirtschaftssystem als Ursache der zivilisatorischen Fehlentwicklung<\/strong><br>Angesichts der massiven Fehlfunktionen unseres Wirtschaftssystems muss die Systemfrage gestellt werden, allerdings nicht im alten ideologischen und klassenk\u00e4mpferischen Sinne Kommunismus versus Kapitalismus, sondern im Sinne der wissenschaftlichen Systemtheorie. Diese untersucht die einzelnen Systemelemente auf ihre verursachenden, steuernden und<br>umzubauenden Funktionen. In gesellschaftlichen Systemen liegen sie immer sowohl auf der 3 strukturellen wie auf der mentalen Ebene, z.B. welche Ordnungsstrukturen und welche Leit\u0002und Wertvorstellungen das Wirtschaftssystem und das gesellschaftliche Leben bestimmen.<br>Unser vorherrschendes Wirtschaftssystem ist von kapitalistischen Leitvorstellungen und Me\u0002chanismen bestimmt. Dabei wird Kapitalismus meist durch zwei Vorstellungen definiert: 1. Kapitalismus sei das Zusammenspiel von Marktwirtschaft und Wettbewerb, 2. Kapitalismus ist Privatbesitz an Produktionsmitteln. Das sind Teilaspekte, jedoch noch nicht das zentrale We\u0002sensmerkmal des Kapitalismus, denn Marktwirtschaft, Wettbewerb und Privatbesitz an Pro\u0002duktionsmitteln kann es &#8211; allerdings unter g\u00e4nzlich andren Rahmenbedingungen! &#8211; auch in ei\u0002ner Solidarischen \u00d6konomie geben.<br>Das Wesen kapitalistischer Wirtschaftsweise liegt vielmehr in einem doppelten Leitprinzip:<br>\u25cf im Kapitalisierungsprinzip: aus Kapital (Geld) muss mehr Kapital (Geld) werden;<br>\u25cf im Privatisierungsprinzip: Privatisierung m\u00f6glichst jeder Wertsch\u00f6pfung in der Hand der Kapitaleigner.<br>Damit kommt es zu einer Mittel-Zweckverkehrung des Wirtschaftens: Nicht die Bereitstellung n\u00fctzlicher Produkte, Dienstleistungen und sinnvoller Arbeitspl\u00e4tze, sondern Profit- und Ge\u0002winnmaximierung in Privatverf\u00fcgung ist erstes Ziel des Wirtschaftens. Die Erstellung von Pro\u0002dukten, Dienstleistungen und Arbeitspl\u00e4tzen ist nur Mittel zum Zweck der Kapitalakkumulation. Erst wenn dieser Wesenskern des Kapitalismus erkannt ist, sind seine Wirkungen zu verstehen.<br>Damit das Profitmaximierungsprinzip funktioniert, sind in alle Bereiche des Wirtschaftens, in die Unternehmensverfassung, in die Eigentums- und Geldordnung, in das Lohnsystem usw. Ab\u0002sch\u00f6pfungs-, Bereicherungs- und Externalisierungsmechanismen eingebaut, die st\u00e4ndig das Verm\u00f6gen von unten nach oben transportieren und die Kosten auf die Allgemeinheit, den Staat und die Natur abschieben. Daher kommt es zu den zerst\u00f6rerischen Funktionen des gegenw\u00e4r\u0002tigen vorherrschenden Wirtschaftssystems \u2013 vom Lohndumping, einer \u201eEntlassungsprodukti\u0002vit\u00e4t\u201c, dem eingebauten fr\u00fchzeitige Nichtfunktionieren der Waren (Obsoleszenz), der gewinn\u0002bringenden Privatisierung des Gesundheitswesens und vieler Bereiche des \u00f6ffentlichen Lebens (Bildung, Wohnen, Infrastruktur etc.), \u00fcber die ausbeuterische Verlagerung der Produktion in Billiglohnl\u00e4nder bis hin zur Auspl\u00fcnderung der Natur.<br>Die schwerwiegendste Folge des Profitmaximierungsprinzips ist der systemisch bedingte Wachstumszwang: Geld wird nur dort investiert, wo es mehr Geld bringt. Das f\u00fchrt zur st\u00e4ndi\u0002gen Ausweitung von Produktion und Konsum \u2013 heute weit \u00fcber die Bellastungsgrenzen unseres \u00d6kosystem hinaus. Und ebenso f\u00fchrt dieser Wachstumszwang zu einer gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Aus\u0002beutung der ArbeitnehmerInnen, anderer L\u00e4nder, der Natur, auch der Gesch\u00e4ftspartner.<br>Die Regeln der sozial\u00f6kologischen Marktwirtschaft versuchen zwar die gr\u00f6bsten zerst\u00f6reri\u0002schen Auswirkungen einzugrenzen, sind aber immer in der Defensive, solange das ausbeuteri\u0002sche Leitprinzip der Wirtschaftsweise nicht durch ein gemeinwohlorientiertes und solidari\u0002sches Leitprinzip und entsprechende Wirtschaftsstrukturen ausgetauscht wird.<br>Neben den \u00f6konomischen Ursachen dieser Fehlentwicklung sind mentale Ursachen zu erken\u0002nen, vor allem in den fehlgeleiteten Wertevorstellungen der kapitalistischen Ideologie und Le\u0002benspraxis. Diese Ideologien propagieren den Irrtum des materialistischen und sozialdarwi\u0002nistischen Menschenbildes: der Mensch sei von Natur aus ein auf Egoismus, Konkurrenz und Aggression hin angelegtes Wesen und Leben und Gl\u00fcck sei im Haben und immer mehr Haben<br>zu finden. Fazit: die kapitalistische Wirtschaftsweise muss mindestens aus drei Gr\u00fcnden \u00fcberwunden<br>werden:<br>1. Sie pervertiert den Menschen zu einem einseitig materialistischen egoistischen Wesen.<br>2. Sie f\u00fchrt zu einer fortlaufenden sich zuspitzenden sozialen Spaltung der Menschheit: in \u00dcberreichtum f\u00fcr wenige, in Benachteiligung und Armut der Vielen. <br>3. Sie ist systemisch zum immerw\u00e4hrenden Wirtschaftswachstum gezwungen. Mit diesem Wachstumszwang hat unsere Wirtschafts- und Lebensweise die planetarischen Grenzen unseres \u00d6kosystems um ein Vielfaches \u00fcberschritten (\u00d6kologischer Fu\u00dfabdruck). Das f\u00fchrt in sehr naher Zeit in eine planetarische Katastrophe, die den Fortbestand der Menschheit gef\u00e4hrdet. Damit ist neben der sozialen auch auf \u00f6kologischer Ebene die Unhaltbarkeit des<br>kapitalistischen Wirtschaftssystems unwiderlegbar erwiesen.<br><\/li><li><strong>Konturen einer Postkapitalistischen \u00d6konomie<\/strong><br>Grundlegend f\u00fcr das Gewinnen einer zukunftsf\u00e4higen lebensdienlichen \u00d6konomie ist die Um\u0002kehrung der wirtschaftlichen Leitvorstellung: Nicht Gewinnmaximierung und Kapitalanh\u00e4ufung in der Hand weniger kann das dominante Leitziel wirtschaftlichen Handeln sein, sondern:<br>\u25cf Bereitstellung n\u00fctzlicher Produkte und Dienstleistungen,<br>\u25cf Schaffung nachhaltiger und sinnstiftender Arbeitspl\u00e4tze<br>So geschieht die Richtigstellung der Mittel-Zweckbeziehung: \u201eGewinne\u201c sind kein Bereiche\u0002rungsmittel f\u00fcr wenige, sie haben vielmehr der produzierenden und sinnerf\u00fcllten Arbeit zu die\u0002nen.<br>Das Leitziel einer solchen Wirtschaft steht unter drei Pr\u00e4missen:<br>1. Die unbedingte Erhaltung des \u00d6kosystems: Dem \u201e\u00f6kologischen Imperativ\u201c ist zu gehor\u0002chen;<br>2. Die solidarische und leistungsgerechte Teilhabe aller: Die \u00f6kologische Frage ist nur gleich\u0002zeitig mit der Gerechtigkeitsfrage zu l\u00f6sen, da sonst die \u00f6kologischen Forderungen von den \u00c4rmeren nicht getragen werden k\u00f6nnen.<br>3. Die Entwicklung eines kulturell und sozial stabilen Gemeinwesens nach Prinzipien der De\u0002mokratie, der Solidarit\u00e4t, des Gemeinwohls; F\u00f6rderung geistiger, \u00e4sthetischer, spiritueller Werte.<br>Aus diesen Pr\u00e4missen ergibt sich als strategisches Ziel: Nicht durch nachtr\u00e4gliche Umverteilung der Reicht\u00fcmer von oben nach unten und nicht durch nachtr\u00e4gliche \u00f6kologische Reparaturen, sondern durch den Umbau der Wirtschaft sollen die sozialen und \u00f6kologischen Fehlentwick\u0002lungen von vornherein gar nicht erst entstehen. F\u00fcr den ordnungspolitischen Umbau des kapitalistischen in ein nichtkapitalistisches Wirt\u0002schaftssystem ist dies der entscheidende Transformationsschl\u00fcssel:<br>An die Stelle der kapitalistischen Ausbeutungs-, Bereicherungs- und Externalisierungsme\u0002chanismen treten nachhaltige, solidarisch-kooperative Wirtschaftsstrukturen<br>Daraus ergeben sich Systemver\u00e4nderungen, die hier nur an einigen Beispielen skizziert wer\u0002den:2<br>\u2022 Umbau der Finanzordnung: Geld soll nicht Absch\u00f6pfungs- und Bereicherungsmittel sein, sondern reines Tauschmittel. Konkret: Abschaffung des Kapitalzinses, der Aktienge\u0002winne, des B\u00f6rsenhandelns. Das Bankensystem soll sich als reine Dienstleistung in \u00f6f\u0002fentlicher Hand befinden, in dem keine Gewinne erzielt werden m\u00fcssen\u2026<br>\u2022 Umbau der Eigentumsordnung, in der selbst erarbeitetes und selbst genutztes Eigentum gesch\u00fctzt wird, aber nicht zur leistungslosen Absch\u00f6pfung fremder Leistung genutzt werden kann (z.B. in Wuchermieten); in der die Dienste der \u00d6ffentlichen Hand, des Ge\u0002sundheitswesens usw. entprivatisiert und entkommerzialisert werden, in dem Grund und Boden und alle nat\u00fcrlichen Ressourcen wieder in Gemeineigentum \u00fcbergehen\u2026<br>\u2022 Umbau der Unternehmensverfassung: Bilanzierung und Besteuerung der Unternehmen nicht nur nach \u00f6konomischen, sondern auch nach \u00f6kologischen und sozialen Kennzah\u0002len; konsequente Mitbestimmung und Gewinnbeteiligung aller am Unternehmen Betei\u0002ligten; Begrenzung der privaten Gewinne auf die wirkliche Eigenleistung der Unterneh\u0002mer; F\u00f6rderung genossenschaftlicher Unternehmen\u2026<br>\u2022 Aufbau einer leistungsgerechten und solidarischen Einkommensordnung mit einer Ent\u0002lohnung aller Berufst\u00e4tigen (auch der Unternehmer) nach Tarifen in einer Spreizung von 1:5 (max. 1:10) \u2026<br>Weitere Bereiche wie die Entwicklung einer solidarischen Arbeits- und Sozialkultur, einer \u00d6kologisierung und Regionalisierung der Wirtschaft w\u00e4ren \u00e4hnlich umzubauen. Der Umbau der kapitalistischen \u00d6konomie in eine postkapitalistische \u00d6konomie macht die Ent\u0002wicklung einer Postwachstums\u00f6konomie m\u00f6glich, die eine Gleichgewichts\u00f6konomie sein wird. Eine Gleichgewichts\u00f6konomie pendelt sich auf unter maximal 100% der \u00f6kologischen Belas\u0002tungsgrenze ein (\u00f6kologischer Fu\u00dfabdruck). Bei Erreichen eines S\u00e4ttigungsgrades geht das Wachsen zunehmend in qualitative Entwicklung \u00fcber: Qualit\u00e4tsprodukte; Wachsen kultureller Lebensqualit\u00e4ten, des \u00f6konomisch sozialen Gleichgewichts &#8211; dies bei einem wesentlich gerin\u0002geren materiellen Verbrauch. Statt eine Steigerung des  Bruttoinlandsprodukts wird das \u201eBrutto-Sozial-Gl\u00fcck\u201c (ganzheitlicher Wohlfahrtsindex) angestrebt und bemessen.<br>Das wird mit \u201egr\u00fcnen\u201c Technologien, einem \u201eGreen new Deal\u201c allein nicht gelingen. Das wei\u0002tere Wirtschaftswachstum vom Umweltverbrauch zu entkoppeln, funktioniert auf Grund des Rebound-Effekts nicht: die Material- und Energieeinsparungen im Einzelprodukt durch Effi\u0002zienzsteigerung werden durch den Mehrgebrauch der Produkte zunichte gemacht (Beispiel: spritsparende Autos &#8211; Zunahme des Autoverkehrs). Die \u00f6kologische Katastrophe l\u00e4sst sich nur<br>durch eine drastische Reduktion des gesamten Material- und Energieverbrauchs vermeiden.<br>Darum braucht es eine zwischenzeitliche Schrumpfungs\u00f6konomie hin zu einer echten Kreis\u0002laufwirtschaft. Das aber gelingt nur durch ein Zur\u00fcckfahren der Produktion und Konsumtion, bis die 100% \u00f6kologische Belastungsgrenze unterschritten wird. Das drastische Runterfahren des gesamten Material- und Energieverbrauchs gelingt nur mit einschneidendem Verzicht auf Wohlstandsprivilegien der reichen Industriestaaten, die durch die Auspl\u00fcnderung der Natur und Ausbeutung anderer V\u00f6lker erzielt werden.<br>Wir werden uns z.B. in Deutschland auf ein Wohlstandsniveau der sechziger oder siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts einstellen m\u00fcssen. Das w\u00fcrde nur bei einem drastischen Ab\u0002senken der Einkommensunterschiede respektiert werden. Das wiederum geht nur durch ei\u0002nen tiefgreifenden mentalen Wandel, der den materialistischen und sozialdarwinistischen<br>Grundirrtum hinter sich l\u00e4sst.<br><\/li><li><strong>Das Menschenbild und die Aufgaben der Kirchen<\/strong><br>Eine Transformation der kapitalistischen in eine postkapitalistische Wirtschaftsweise wird ge\u0002lingen, wenn sich die Menschen wieder auf die ganzheitlichen Werte besinnen, die ihr eigent\u0002liches Menschsein ausmachen. Hilfreich ist hierf\u00fcr, dass wir uns an das relationale ganzheitli\u0002che Menschenbild erinnern lassen und es neu entdecken, wie es in den Weisheiten der alten Kulturen, der Religionen, der Bibel, der Philosophien, in alten und neuen anthropologischen Erkenntnissen verankert ist und wie wir es eigentlich in unserm Innersten wissen. Hier ist er\u0002kennbar:<br>\u2022 Der Mensch ist eine bipolare Person. Wir sind auf Selbstliebe, Selbstentfaltung und Auto\u0002nomie hin angelegte Wesen (Selbstpol). Aber ebenso und noch mehr sind wir von Gott zu N\u00e4chstenliebe und Mitempfinden, zur Solidarit\u00e4t, Kooperation, Verantwortung, zu sinn\u0002vollem Verzicht und spiritueller Sinnerfahrung begabte Wesen (Sozialpol). Beide Seiten sind f\u00fcr ein gelingendes Leben unerl\u00e4sslich. Die kapitalistische Wirtschaftsweise bewirkt<br>mit ihrer auf Materialismus. Konkurrenz und Egoismus ausgerichteten Ideologie und Pra\u0002xis eine zerst\u00f6rerische Ausrichtung beider bipolarer Bestrebungen. Die neuere neurobio\u0002logische Forschung und Gl\u00fccksforschung zeigen: Nicht Konkurrenz, Aggression und Kampf ums Dasein, sondern Kooperation, Zugewandtheit, Empathie, Liebe, Vertrauen und Wertsch\u00e4tzung sind die besseren Stimulanzien biologischer, sozialer, auch wirtschaft\u0002licher Systeme. Die biblische Botschaft zeigt, dass der Mensch aus der Erfahrung einer ihm vorgegeben Liebe (Gottes, des Mitmenschen) genau zu diesen Gaben zur\u00fcckfindet.<br>\u2022 Im Zusammenwirken des Selbst- und des Sozialpol werden wir erst zu Sozialwesen (Ge\u0002schwisterlichkeit des Menschen). Nur in Beziehungen und Gemeinschaften k\u00f6nnen wir uns entfalten und gl\u00fccklich werden. Dazu braucht es die entsprechende Ethik, eine sich Regeln gebende Soziet\u00e4t (Rechtsordnung, Staatswesen). Hier k\u00f6nnen Privatinteressen<br>und Gemeinwohl im demokratischen und rechtsstaatlichen Prozess ausbalanciert wer\u0002den.<br>\u2022 Der Mensch ist eingebunden im \u00f6kologischen Netzwerk der Erde und kann nur leben und \u00fcberleben, wenn er dessen Stabilit\u00e4t bei Strafe des eigenen Untergangs nicht ver\u0002letzt. Das wird nur gelingen, wenn die Menschen die Natur wieder in ihrem Eigenwert und in ihrer eigenen W\u00fcrde erfahren und pflegen (\u201eEhrfurcht vor dem Leben\u201c).<br>\u2022 In all dem ist der Mensch &#8211; auch bei einem atheistischen Selbstverst\u00e4ndnis &#8211; auf \u201eTrans\u0002zendenz\u201c, hin angelegt. Hier erf\u00e4hrt er Sinngebung und Gewissensanrede. Hier liegen die wichtigsten Inspirations- und Kraftquellen seines Selbstwertes und seines sozialethischen Handelns.<br>Aus den Pr\u00e4missen eines ganzheitlichen Menschenbildes wie aus den notwendigen Ver\u00e4nde\u0002rungen unserer Wirtschaftsweise ergeben sich die wichtigsten Aufgaben der Kirchen und Christen.<br>\u2022 Die wohl wichtigste Aufgabe ist es, von der biblischen Botschaft her erfahrbar zu ma\u0002chen, dass der Mensch \u201enicht vom Brot allein lebt\u201c, sondern aus der Anrede und Sinnge\u0002bung eines Gr\u00f6\u00dferen. Diese Erfahrung befreit die Menschen von einer rein materialisti\u0002schen und egoistischen Lebenshaltung und bef\u00e4higt sie zu einer \u201e\u00d6konomie des Genug\u201c &#8211; also \u201emit weniger besser und solidarischer zu leben\u201c. Hierin, in der Frage der Werte und des Lebensstiles sollten Christen und Kirche zur Avantgarde unserer Gesellschaft geh\u00f6\u0002ren.<br>\u2022 Ihre 2. Aufgabe besteht darin, der \u201eMissio Dei\u201c, der Sendungsbewegung Gottes in die Welt hinein zu folgen. Das hei\u00dft, Mission ist nicht als ein Heimholen in die eigene Kirche misszuverstehen, sondern als das Entdecken und Bezeugen des Wirken Gottes in der Welt heute, dort, wo der gekreuzigte Christus mit den Menschen heute leidet und wo<br>Menschen auf den Schalom Gottes in unserer Welt hin aufbrechen.<br>\u2022 Die 3. Aufgabe der Kirche liegt darin, in prophetischer Wachheit die Zeichen der Zeit zu erkennen und den biblischen Umkehrruf zu aktualisieren. Dabei wird sie die strukturelle und individuelle \u201eS\u00fcnde\u201c unserer Lebens- und Wirtschaftsweise aufdecken, die Ursa\u0002chenfrage stellen und den Mut haben m\u00fcssen, die System- und Kapitalismusfrage zu enttabuisieren. In Analogie zur \u201eAbsage an Geist, Logik und Praxis der atomaren Abschreckung\u201c, die die DDR-Kirchen gewagt haben, sollten sich Kirchen und Christen heute klar zu einer \u201eAbsage an Geist, Logik und Praxis der kapitalistischen Wirtschafts\u0002weise\u201c bekennen \u2013 eingedenk des Jesuswortes: \u201eIhr k\u00f6nnt nicht Gott dienen und dem Mammon\u201c (Mt. 6,24).<br>\u2022 Die 4. Aufgabe der Kirchen liegt darin, Bewegungen zu unterst\u00fctzen bzw. sich mit ihnen zu verb\u00fcnden, die Alternativen zur zerst\u00f6rerischen Wirtschaftsweisen entwickeln, z.B. in der Fridays-for-Future- und andere for-Future-Bewegungen, in der Gemeinwohl\u00f6kono\u0002mie, in der Commons-\u00d6konomie, in der Care-\u00d6konomie und in den vielen Projekten ei\u0002ner Solidarischen \u00d6konomie.<br>\u2022 Als 5. Aufgabe der Kirchen sollten sie in Ihren Gemeinden und Einrichtungen selbst Strukturen einer solidarischen \u00d6konomie entwickeln, dies z.B. nach den Vorbildern der Kl\u00f6ster, der Hutterischen Br\u00fcderh\u00f6fen, neuer Kommunit\u00e4ten, der Modellgemeinden \u201ean\u0002ders wachsen\u201c, alternativer Geldanlagen (z.B. Oikocredit, Gemeinschaftsbank Banco Pal\u0002mas) u.v.a.<br>\u2022 Die 6. Aufgabe w\u00e4re, in Folge der alttestamentlichen Schalomverhei\u00dfungen in den Zu\u0002sammenbr\u00fcchen unserer Zeit die Chancen einer \u201eWendezeit\u201c zu erkennen, in der eine Gerechtigkeit im Kommen ist, wie sie in den Schalomverhei\u00dfungen der Bibel und in der Reich-Gottes-Botschaft Jesu vorgezeichnet ist.<br>K\u00e4men die Kirchen diesen Aufgaben nach, h\u00e4tten sie in der gegenw\u00e4rtigen Schwellensitua\u0002tion der Menschheit \u201eein Wort zu sagen, dass die Welt aufhorchen l\u00e4sst\u201c &#8211; so Carl Friedrich von Weizs\u00e4cker in seinem Ansto\u00df zum Konziliaren Prozesse der Kirchen 1985. Damit w\u00fcrden die Kirchen und Christen ihrer Bestimmung nachkommen, \u201eSalz der Erde und<br>Licht der Welt\u201c zu sein. So k\u00f6nnte Gott auch mit den Kirchen und Christen in den kommen\u0002den Zusammenbr\u00fcchen eine \u201eWendezeit\u201c entstehen lassen, die eine befriedete Welt erm\u00f6g\u0002licht.<br><br><em>Autor: Bernd Winkelmann<br>in Zusammenarbeit mit Friedrich Brachmann, G\u00fcnter Treudt, Hans-J\u00fcrgen Fischbeck, Peter Gir\u0002mendonk<\/em><br><br>1 In \u201eJ\u00e4ger, Hirten, Kritiker\u201c S. 248; siehe Harald Lesch \u201eDie Menschheit schafft sich ab\u201c, Hans Joachim Schellnhu\u0002ber \u201eSelbstverbrennung\u201c<br>2 Ausf\u00fchrlicher in den Einzelbausteinen und B\u00fcchern der AS\u00d6; siehe www.akademie-solidarische-oekonomie.de<br><br><br><em>Kontakt:<\/em><br>Bernd Winkelmann, Adelsborn 113a, 37339 Leinfelde-Worbis, Tel.: 036074\/ 63910,  E-Mail: bernd-winkelmann@web.de<br>www.akademie-solidarische-oekonmie.de &amp; www.winkelmann-adelsboorn.de<br><br><em>Literaturhinweise:<\/em><br>Bauer, Joachim: \u201ePrinzip Menschlichkeit. Warum wir von Natur aus Kooperieren\u201c, 2006<br>Bender, Harald; Bernholt, Norbert Bernholt; Winkelmann, Bernd: \u201eKapitalismus und dann? Systemwan\u0002del, Perspektiven gesellschaftlicher Transformation\u201c, 2012<br>Binswanger, Hans Christoph: \u201eDie Wachstumsspirale\u201c, Marburg 2006<br>Boff, Leonardo: \u201eZukunft der Mutter Erde. Warum wir als Krone der Sch\u00f6pfung abdanken m\u00fcssen\u201c, 2012<br>Boff, Leonardo; Hathaway, Mark: \u201eBefreit Sch\u00f6pfung. Kosmos \u2013 \u00d6kologie \u2013 Spiritualit\u00e4t. Ein zukunftswei\u0002sendes Weltbild\u201c, 2016<br>Bundesumweltamt: Studie \u201eGesellschaftliches Wohlergehen innerhalb planetarischer Grenzen\u201c, 2018<br>Capra, Fritjof: \u201eLebensnetz. Ein neues Verst\u00e4ndnis der lebendigen Welt\u201c, 1996<br>Capra, Fritjof: \u201eWendezeit. Bausteine f\u00fcr ein neues Weltbild\u201c, 1990<br>Duchrow, Ulrich; Hinkelammer, Franz Josef: \u201eLeben ist mehr als Kapital. Alternativen zur globalen Dikta\u0002tur des Eigentums\u201c, 2002<br>Felber, Christian: \u201eGemeinwohl\u00f6konomie. Das Wirtschaftsmodell der Zukunft\u201c; 2010<br>Fromm, Erich: \u201eHaben oder Sein. Die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschaft\u201c, 1988<br>Ditfurth, Hoimar von: \u201eSo lasst uns denn eine Apfelb\u00e4umchen pflanzen. Es ist so weit\u201c, 1985<br>Gei\u00dfler, Heiner: \u201eOu Topos. Suche nach einem Ort, den es geben m\u00fcsste\u201c, 2009<br>G\u00f6pel, Maja: \u201eUnsere Welt neu denken. Eine Einladung\u201c, 2020<br>Harari, Yuval Noah \u201eHomo Deus. Eine Geschichte von Morgen\u201c, 2017<br>Kessler, Wolfgang: \u201eDie Kunst, den Kapitalismus zu ver\u00e4ndern\u201c, 2019<br>Lesch, Harald: \u201eDie Menschheit schafft sich ab. Die Erde im Griff des Anthropoz\u00e4n\u201c, 2017<br>Meadows, Dennis; Meadows, Donella; J\u00f6rgen Randers: \u201eGrenzen des Wachstums. Das 30-JahreUpdate.<br>Signal zum Kurswechsel\u201c, 2009<br>Miegel, Meinhard: \u201eExit. Wohlstand ohne Wachstum\u201c, 2010<br>Paech, Nico: \u201eBefreiung vom \u00dcberfluss. Auf dem Weg in die Postwachstums\u00f6konomie\u201c; 2012<br>Papst Franziskus: \u201eLaudato si\u00b4 \u00dcber die Sorge f\u00fcr das gemeinsame Haus\u201c; 2015<br>Papst Franziskus: \u201eFratelli tutti \u00dcber die Geschwisterlichkeit\u201c; 2020<br>Precht, Richard, David: \u201eJ\u00e4ger, Hirten, Kritiker: eine Utopie f\u00fcr die digitale Gesellschaft\u201c, 2017<br>Scheidler, Fabian: \u201eDas Ende der Megamaschine. Geschichte einer scheiternden Zivilisation\u201c, 2015<br>Seidel, Irmi; Zahrnt, Angelika: \u201ePostwachstumsgesellschaft. Konzepte f\u00fcr die Zukunft\u201c, 2010<br>Schellnhuber, Hans Joachim \u201eSelbstverbrennung\u201c 2015<br>Wegst, Ulrich: \u201eKeine Angst vorm Verzicht. Ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr die wichtigste Kulturtechnik des 21. Jahrhun\u0002derts, 2021<br>Welzer, Harald; Sommer, Bernd: \u201eTransformationsdesign. Wege in eine zukunftsf\u00e4hige Moderne\u201c, 2014<br>Welzer, Harald: \u201eMentale Infrastruktur. Wie das Wachstum in die Welt und in die Seelen kam\u201c, 2011<br>Winkelmann, Bernd: \u201eDie Wirtschaft zur Vernunft bringen. Sozialethische Grundlagen einer postkapita\u0002listischen \u00d6konomie\u201c, 2016<br>von Weizs\u00e4cker, Ernst Ulrich \u201eFaktor vier. Doppelter Wohlstand &#8211; halber Energieverbrauch\u201c 199<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wendezeit &#8211; Die Zeichen der Zeit erkennenApril 2021 Die au\u00dferordentliche Krisensituation der menschlichen Zivilisation heuteWenn es stimmt, was Wissenschaftler immer deutlicher sagen, gehen wir in den n\u00e4chsten Jahrzehnten auf eine der schwersten Krisen der Menschheit zu. 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